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aktualisiert am 10.05.2013
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Revolte Springen - Freiheit Satt!-Tour 2005

Wir waren unterwegs mit 2 Kleinbussen, zeitweilig 14 Leuten, Lichtanlage, einem Sack Emserpastillen, der Mega-City-Kulisse, reichlich vielen Requisiten und Instrumenten ...

Burg Lutter Erstes Treffen wurde vereinbart auf der Burg in Lutter ... die Anarchokommune dort hatte Lust, daß wir FREIHEIT SATT bei ihnen aufführen. So entschieden wir uns, direkt davor, 8 Probetage einzuplanen, um uns das Stück wieder raufzuschaffen. David und Susi sind unsere "Neuen" diesmal, der Rest der Crew kennt sich schon von vorangegangenen Touren. Die Leute auf der Burg sind nett ... die Tiere dort gefallen uns auch gut. Besonderen Eindruck macht ein Hängebauchschwein auf uns, dessen Bauch fast schon auf dem Boden schleift, aber so ist das wohl bei den Viechern ... Die Tage sind sonnig, die Proben innerhalb eines der Gebäude eher schattig. Wir heizen den ollen Bollerofen mit Holz, welches wir fast täglich hacken und sägen. Dabei stellen wir uns unterschiedlich blöd an und ich rechne täglich mit unfreiwilligen Amputationen verschiedenster Körperteile. Aber nix passiert. Frank reisst Holz klein Trotzdem is' nich' langweilig hier ... Wir lassen bei Martin noch "Verpiss dich-Kapuzis" nachdrucken. Das Motiv (eine Karikatur unserer Toxic-Viecher) wird dort dankbar angenommen und landet auf den Klamotten diverser Kiddis, die da wohnen. Na denn. Mogli kämpft mit einer miesen Zahnfleischentzündung und lernt mal direkt den Dorfzahnarzt kennen. Überhaupt: das Dorf ... alles sehr familiär hier ... aber wenig Glotzereien und eigentlich keine blöden Sprüche ... Scheinen sich alle daran gewöhnt zu haben, daß hier von Zeit zu Zeit irgendwelche Chaoten das Tagungshaus oder andere Räumlichkeiten auf der Burg nutzen, manche scheinen das sogar zu mögen. Zu dritt sägen 2 Geburtstage unsererseits fallen in die ersten 5 Tage ... und Prost ... und sowieso öfter mal Prost in diesen Tagen, weils Spaß macht. Susi will (soll) für unser Stück "Kinderplatzpatronen" in Goslar kaufen, weil die alten alle sind ... Obwohl nicht weit entfernt, eine Tagesreise irgendwie ... Am End' knallen die Scheißdinger aber gar nicht und Olli, unser Geräuschekönig, baut fix ein Schußgeräusch aus zwei Brettern, etwas Leder und ein paar Schrauben, coole Scheiße!! Vor der Premiere am 1.10.05 üben wir uns schon im Ingwer kauen (soll gut für die Stimmen sein). Dann isses soweit: Wir spielen vor etwa 60 - 80 Leuten und es rollt gut ... Sogar Sarah ist gekommen, die uns im letzten Yahr auf der Sommertour begleitete. Auch Nappo ist mittlerweile zu uns gestoßen, um Photos zu machen. Er wird die nächsten 4 Tage mitreisen und mehrere hundert-, tausend- oder gar Millionen Photos machen ... Anke hat ihre Posaunenbühnenpremiere beim Toxicviecher-Stück und das peppt trotz großer Aufregung gut. Das ist fast schon Kleinkunst-Ska. Eine gute Zeit auf dem Land endet wieder.

Am nächsten Nachmittag packen wir schwerfällig die ganzen Brocken zusammen, sagen den Schafen und den Hühnern, sowie den BewohnerInnen Tschüss und fahren nach Göttingen. Da wir immer das Problem mit unseren großen Bühnenmaßen haben (ohne die wir das Zeux nicht aufgebaut kriegen), sind wir diesmal im Lumiere gelandet. Das ist eigentlich ein Kino und befindet sich direkt über dem bekannten Theaterkeller. Die Kommunikation dieser beiden Läden scheint leider total im Arsch zu sein und so gab es nicht nur eine Doppelbelegung an diesem Abend, sondern das Lumiere hatte auch noch auf seiner homepage geschrieben, daß um 22 Uhr keine Vorstellung stattfindet. Tolle Leistung. Aber die "Göttinger Drucksache" scheint uns zu mögen und hatte sich werbemäßig mächtig ins Zeug gelegt. So war also um 17:30 Kino um 20 Uhr eine "Comedy Company" und gegen 23 Uhr waren wir dann endlich dran ... eigentlich 22 Uhr, aber der Geräuschekönig hatte es heute mal nicht so eilig mit dem Aufbau seines "Geraffels" (liebevolle Umschreibung seiner etwa 100 Instrumente). Da unser Aufbau auch sonst schon immer so um die 2 Stunden dauert, war das alles recht strapaziös...um 1:30 war entsprechend erst Schluß... Im Theaterkeller wurden danach dann fix ein paar Getränke abgepumpt (so hässliches baues Zeux gleich literweise...was war das überhaupt??) und dummerweise nervten 2 Leute mit tendenziell schwulenfeindlichen Äußerungen ... Bewegte sich aber alles auf einer Ebene, wo's nicht gleich was auf die Backen gibt. Trotzdem blöd und unser Balou war mindestens auf 180 wegen diesen unsensiblen Typen. Wer ihn aus dem Stück als DESTROY ROY kennt, sollte eigentlich wissen, daß es nicht schlau ist, ihn zu nerven. Im Stück schießt er nämlich fast alles über den Haufen, was nervt. Aber immerhin hatten wir dann ne prima Unterbringung in zwei WG's ... da gab es nachts sogar noch Bier. Yaya. Frühstücken, abbauen, unseren Veranstalter Dennis verabschieden. Kaum ist der weg und hat alles abgeschlossen, klopft Anke von drinnen an die Tür und kommt nicht mehr raus ... Na toll ... Dennis anrufen ... und das Ganze nocheinmal. Schade übrigens, niemand von den "No Respect's" gesehen zu haben ...

Ab nach Oberhausen ins Druckluft. Vor kurzem war da nebenan noch der "Plan B", die hübsche kleine muckelige und natürlich "extrem gefährliche" Wagenburg ... Nun ist da ein mieser grauer leerstehender Platz, auf den niemand rauf soll. Trostlose Episode das. Wir treffen unsere treuesten Fans Chico und Adolf wieder, die sich das Stück zum 7ten oder 8ten Mal angucken wollen und erstaunlicherweise hat ihre Begeisterungsfähigkeit kaum Grenzen. Ihre leuchtenden Augen begeistern dann wiederum einige von uns. Ein gutes Wechselspiel ... und die beiden Yungs gehen ya auch schon eher auf die 40 zu ... da fällt den meisten die Begeisterung schon etwas schwerer ... umso schöner, daß ihr euch noch so freuen könnt!!! Auch das Wiedersehen mit einigen alten "Virus - Haudegen" (und Haudeginnen) macht durchaus ein gutes Gefühl. Die Soyatorte findet auch sofort FreundInnen des guten Geschmacks ... schmatz ... Wir hatten so mit 50 - 100 ZuschauerInnen gerechnet ... daß plötzlich aber etwa 200 auftauchen und in die bestuhlte Halle zum Teil gar nicht mehr reinpassten, hat uns überrascht. Sogar Leute aus Aachen sind extra angereist und nicht mehr reingekommen. Hoppa, aber auch! Der Auftritt läuft rund und wird gefeiert. Auch die relativ vielen Hunde können das nicht verhindern (wir spielen ya unverstärkt und da kann so'n Dauerkläffer im Zweifelsfall alles smashen ... ) Ein echt guter Abend für uns. Pennen dann so spät nachts im Druckluft und aufwachen und abbauen so um die Mittagszeit. Yeah.

Frank und das HövelsAb nach Dortmund. Dort sollen wir im Theater im Depot spielen. Dieser Auftritt wurde als letzter abgemacht ... fast eine Notlösung ... kaum Werbung, nicht unbedingt ein Szeneladen, sondern eher ein "ganz normales Theater". Trotzdem kommen überraschenderweise 100 Leute. Unsere Freundin Anya, die vor Ort wohnt, hatte sich um alles aufwendig gekümmert ... lecker Essen und pennen und überhaupt. Der Haustechniker Peter und unsere "Lichtmaschine" Ruven, als auch unser Pförtner kümmerten sich in stundenlanger Fummelarbeit um das Licht. Immerhin haben wir noch niemals auf einer so großen Bühne gespielt ... 12 x 8 Meter ... Alles klappt gut, auch wenn der Rahmen eigentlich zu mächtig für uns ist. Anja unsere Gastgeberin Von uns aus gesehen oben rechts sitzt eine illustere Punkrockfraktion, die auch allen anderen während des Stückes zeigen müssen, daß sie eben Punx sind. Das lustige Zugeproste und Gelaber während der Vorstellung wird von uns extrem unterschiedlich zur Kenntnis genommen. Während sich einige über die extrovertierten Spaßköppe in diesem relativ biederen Rahmen freuen, sind andere schon eher angesäuert, was seinen Ausdruck darin findet, daß Olli nach unserem Auftritt den "Störern" zuruft, daß sie sich an der Grenze zur Respektlosigkeit uns gegenüber bewegt haben und daß sie darüber mal nachdenken sollten. Spannendes Thema ... wurde auch noch einigermaßen intensiv und kontrovers diskutiert von uns in den folgenden Tagen. Der Auftritt war nicht der Abräumer, aber dennoch gut. Einigen eher bürgerlichen Leuten, waren wir nicht radikal genug ... hups?!! Nachts noch mit diversen Leuten ins "Subrosa", aber die machen auch schon bald ihre Pforten dicht und so kommen wir schon gegen 3 Uhr ins Bett. Angenehm ... 2 Wohnungen nur für uns ... trotzdem relativ eng bei 13 Leuten. Am nächsten Morgen bedienen sich einige von uns noch bei den ausrangierten Büchern von Anya ... viel spannendes dabei.

Frühstück mit veganem Eis Nun stehen 2 freie Tage an und wir teilen uns auf. Während die meisten von uns ins autonome Zentrum nach Mühlheim fahren, in der ganzen Stadt vergeblich eine Sauna suchen, um sich dann im Kino den inhaltsreichen Film "Batman begins" anschauen, bleiben andere im Kreise der Familie in Dortmund oder schauen sich den echt anspruchsvollen Film "Transporter - the mission" an. Dient alles der Entspannung irgendwie ... außer die Aktion von Balou ... er kümmert sich in Köln um Arbeitsamtsscheiße.


Plenum nach langer Nacht Am 7.10.05 treffen sich alle im Autonomen Zentrum in Wuppertal wieder. Das Futter, welches hier für uns zubereitet wurde, übertrifft alles. Das war richtig Arbeit, aber schmeckte auch richtig gut und lecker. Wie fähig doch einige Leute im Kochen sind, verdammt! Zuschauermäßig bewegt sich alles in der gleichen Kategorie wie in Oberhausen, mit dem Unterschied, daß die Leute aus Aachen diesmal reinkommen. Ansonsten sind auch hier 200 Leute zuviel für den Laden und es müssen wieder welche draußen bleiben. Der Auftritt rockt extrem. Es ist immer wieder erstaunlich, wie über 150 Leute so derbe aufmerksam sein können, obwohl sie echt dicht gedrängt sitzen müssen und zum Teil scheiße gucken können ... Teilweise können wir auf der Bühne flüstern, so gebannt sind die Leute. Echt klasse und es wird auf unser Bitten hin auch kaum geraucht ... kleine Wunder irgendwie. Nicht rauchen und leise rumsitzen ... yayayaya da werden yetzt einige die Augen verdrehen und froh sein, daß sie nicht da waren ... aber Leute, mal im Ernst ... : Es war trotzdem ziemlich großartig! Besonders hinterher fing die Revolte an, zu springen. Zeitweilig tanzten 10 Revolties nach Konservenmusik und hatten Spaß ohne Ende. Balou wurde als ehemaliger Wuppertaler besonders gefeiert. Spät nachts wollten noch die Bullen ins Haus, aber es wurde einfach abgeschlossen und abgewartet ... und das hat erstaunlicherweise auch funktioniert ... .noch so'n Wunder ... Wir konnten sogar dort im Haus schlafen.

Nach'm Abbauen geht's am späten Nachmittag für den Großteil von uns nach Marl, zu Susis Eltern. Zwei fahren nach HH, einer nach Gelsenkirchen (nein nein, nicht zum Fußball ... ) In Marl werden wir schon mit Essen empfangen ... gedeckter Tisch und so, echt ziemlich tolle Eltern ... Platz ist auch reichlich vorhanden und so wuseln die einen in dreckiger Wäsche und die anderen mit dem Hacky Sack oder der Feuerstange auf der Straße vor der Tür in diesem kleinen biederen Wohnbezirk ... reclaim the streets of Marl ... yeah. Am Ende des Tages findet sich die Bande bei "Arizona dreams" und "Monster AG" vorm Fernseher wieder. Auch mal schön.

Hannah und Hella Ab nach Oldenburg ins Alhambra. Der Laden ist den meisten gut bekannt. Wir bespielten hier schon mal 120 Leute vor 2 Yahren mit FREIHEIT SATT und so ist es auch diesmal wieder. Die nervige Diskussion, ob wir vor oder auf der Bühne spielen sollen, ist beim Auftritt AUF der Bühne wieder vergessen. Unser Haufen hat zwar hin und wieder auch derbere Diskrepanzen, aber erstaunlicherweise ist davon untereinander in den Vorstellungen wenig zu merken. Gelabert und gestritten wird halt vorher oder nachher ... (und beim Essen ist "Frieden!!"). Die Nacht mündet mal nicht in eine wilde Party, sondern klingt angenehm aus bei Antifolk und Alhambra-Bier aus Spanien. Die dicken Turnhallenmatratzen finden den ganzen Abend NutzerInnen. Voll die netten Leute auch hier ... besonders wohl die eine ... (sagt Mogli ...) Die Nacht ist laut wegen offenem Fenster und Hauptstraße, aber was macht das schon, wenn uns am nächsten Morgen schon wieder die Herbstsonne frech in die Gesichter grinst. David und Susi nehmen das Angebot an, im Saunawagen der örtlichen Wagenburg zu saunieren.

Wir fahren zu Eve aufs Land. Eve ist eine alte Freundin aus den Zusammenhängen der RAK (Rotzfreche Asphalt-Kultur), spielt bei Lack of limits die Geige und die Quetsche und wird von uns zwecks Erholungs-offday immer gerne angesprochen. Hier dürfen wir ein recht schlankes Hängebauchschwein bewundern, Gänse und Puten, Katzen und hauseigene Bauarbeiter. Alles ist im Fluss irgendwie. Abends lecker Essen mit was aus'm Garten, was ich nicht kenne und dann ran ans Lagerfeuer. Andere dösen vorm Fernseher ... Nachts halten sich einige stundenlang auch in den Bädern und auf den Klos auf, um sinnige und verwegene Gespräche zu führen. Einige kränkeln ein wenig und unsere Stimmen werden insgesamt weniger, aber wir sind guter Dinge.

Freimarkt Nach Bremen ist es nicht weit. Hier beginnt der Endspurt der letzten 5 Auftritte. Wir spielen im alten Schlachthof, aber nicht in der Kesselhalle (da ist schon Merit Becker) und auch nicht im Punkrockkeller (da ist zu klein für unsere Bühnenkulisse), sondern im "Turmzimmer" ... Das klingt nicht nur blöd, sondern ist auch gleichzeitig die beschissenste Schlepperei auf der ganzen Tour für uns ... 121 Stufen ... oder 221 ... weiß yetzt niemand mehr so genau ... yedenfalls Stress und Schweißgeruch. Der Raum ist klein ... wir denken so an 50 Leute, die uns hier zuschauen können ... am Ende sind über 100 drin und es wird noch ganz spaßig. Die Konzertgruppe CHANGE veranstaltet uns hier ... normalerweise machen die nur Politpunk-Sachen, aber ich schätze, daß wir mal ne ganz nette Abwechselung waren ... mal abgesehen davon, daß auch das Bier in den Turm gepuckelt werden mußte ... Wir treffen natürlich auch unsere "alte Instanz" Timo wieder, der hier zum Teil auch die Kontakte, Werbung und Räume klargemacht hat für uns. Durch sein Vater sein und ein gekacktes Staatsexamen ist einiges in seinem Leben "etwas durcheinander geraten" und er konnte leider nicht mittouren. Schade, Alter, aber nett, dich kurz wieder getroffen zu haben ... Sehr klasse kam hier beim Auftritt auch die Terminatorverfolgung über die interne Feuertreppe. Das war fast schon filmreif. Auch "die netten Leute aus Oldenburg" (eigentlich kein Plural) ließen sich wieder blicken ... Turmuhr im Sonnenuntergang Nachts mußten wir leider die Brocken noch zusammenpacken, aber mit viel Hilfe schafften wir das in rekordverdächtigen 35 Minuten!! Die Pennplätze waren dann leider sehr unterschiedlich. Während ein Teil der Revolte eine gute Nacht bei Timo verbrachte (ein netter Mitwohni bereitet unser kranken Anke sogar lecker Tee!!), erlebte der andere Teil von uns eine Art von Punkrock, die uns streckenweise so gar nicht gut gefiel. Nix gegen die Leute, die waren nett und okay ... Ansonsten ersparen wir uns aber die Details...wahrscheinlich habt auch ihr es "gut gemeint", aber angekommen sind ne Menge Dreck und Verpeiltheit, unangenehme Gerüche und mindestens 4 Flohstiche...Der nächste Morgen brachte uns ins Sielwallhaus, wo ein ziemlich ausgiebiges und leckeres Frühstück auf uns wartete. Gebratener Tofu und ähnliches trug sehr zum guten Tagesbeginn bei. Dann noch die Frau, die uns eine Photo - CD von unserem erst 12 Stunden zurückliegenden Auftritt in die Hand drückte, wow, bedankt, bedankt!!

Wir fahren nach Hamburg in die Rote Flora. Es ist das erste Mal, daß Revolte Springen in Hamburg auftritt. Ein paar Mal hatte es mit der Flora schon nicht geklappt aufgrund einer zeitweilig doch recht komplizierten Infrastruktur. Nun waren wir endlich da und es gab gleich lustige Verhandlungen wegen dem Eintrittspreis. Bei uns ist das in der Regel so, daß wir bei 3 Euro anfangen und die Leute dürfen aber gerne mehr zahlen, wenn sie mehr haben. Also schreiben wir 3-10 Euro (nach eigenem Ermessen) auf den Zettel an der Kasse. Und wer keine Kohle hat, kann auch umsonst rein ... kein Thema für uns. Armes Theater für arme Leute eben. In der Flora gibt es aber eine Verabredung, daß nix mehr als 5 Euro kosten darf .... G E D A N K E N P A U S E .......

Rausgekommen sind 5 Euro Festpreis beim Eintritt ... wir konnten uns da nicht durchsetzen mit unseren Vorstellungen ... haben es auch nicht wirklich forciert, aber ein großes Kopfschütteln blieb trotzdem. Scheiß drauf, der Laden wurde voll und voller und war ganz fix auch ausverkauft. Essen gab es diesmal im "Schanzenstern" ... so richtig schick im Restaurant und vegan ... was'n Kontrast ... aber nicht komisch für uns, wir haben das sehr genossen! Überhaupt waren hier alle sehr aufgeschlossen und gut zu uns ... einschließlich der Leute bei unseren Pennplätzen ... Susi muß noch den defekten Zauberstab durch irgendwas ersetzen ... der Zauberstab, das ist so'n Teil was hübsch leuchtet und ein Geräusch macht, ähnlich wie damals in der Serie "Bezaubernde Yeanny" ... .Und: Susi hat tatsächlich was gefunden..zwar ohne Geräusch, aber immerhin! Der Auftritt läuft dann rund ... sogar Szenenapplaus gibt es hier und da, das ist durchaus was besonderes. Der Terminator verliert auf der Flucht "seinen Wasserhahn", aber das freundliche Publikum wirft das Teil direkt wieder auf die Bühne ... Die Flora tobt und wir sind froh. Ein ereignisreicher Abend für etwa 200 Leute.

Jörg im Auto 13.10.03 Ab nach Berlin, die letzten drei Auftritte warten. 300 Kilometer fahren und dann direkt ins KATO, aufbauen und auftreten. Kein geplantes Futter diesmal, aber am Schlesischen Tor gibt es ya genug Möglichkeiten, sich Kleinigkeiten in den Hals zu schieben. Wir sind alle ganz schön durch. Das Kato wird rappelvoll und wir reißen alle unsere Energieregler nochmal so hoch es geht ... und es fluppt und macht mächtig Spaß. Balous Wette, daß bei allen drei Aufführungen in Berlin höchstens insgesamt 300 Leute kommen, geht schon yetzt den Bach runter bei etwa 220 ZuschauerInnen an diesem ersten Abend. Diese drei Tage und Nächte werden denn auch wieder begleitet von einigen Plenas unsererseits. Wir haben viel zu bequatschen ... Gruppendynamiken und Orgakram ... Macht nicht nur gute Laune, strengt sogar meistens an und nervt. Der erste CABUWAZI-Zelt-Auftritt ist mit 130 Leuten gut besucht, aber das Zelt ist nicht gut geheizt und die Stimmung eher mäßig ... .der zweite Abend ist dagegen prall. 150 Leute kommen nicht mehr rein ... unter anderem wohl angereiste GöttingerInnen, ... .sorry ... Fast 200 sind aber drinnen und feiern und fiebern mit dem Stück. Als der Terminator auf der Bühne erschossen wird, kommt genau im timing die Sirene der Kreuzberger Feuerwache dazu ... das mußte erstmal hinkriegen. Ollis Stimme macht mittlerweile yeder Krähe Konkurrenz, was bedauerlich ist, weil doch die Freunde und Freundinnen von der AK Kraak die Zeltauftritte mit 3 (!) Kameras filmen. Überhaupt haben wir hier eine Menge Unterstützung bekommen in Berlin. Leute, die Kasse gemacht haben, die plakatiert haben, Werbung rausgehauen, Tresen für uns machen und und und und ... .Tausend Dank dafür, ihr Verrückten!! In dieser letzten Vorstellung tummeln sich neue Gags ohne Ende (auch Dernieren-Gags genannt) und wir beenden reichlich erschöpft und zufrieden diese grandiose Tour mit einer kleinen Party in der Erreichbar. Wir haben insgesamt 1600 Leute bespielt in 11 Auftritten. 2500 Euro Überschüsse geben wir weiter an die folgenden Proyekte: Umbruch-Bildarchiv (umbruch-bildarchiv.de), the voice (thevoiceforum.org), Genua legal Forum, Stressfaktor (stressfaktor.squat.net), Ermittlungsausschuß Berlin, Rote Hilfe ( www.rote-hilfe.de), New Yorck im Bethanien (www.yorck59.net) und das lobra blind welfare centre (www.conact-ev.de). Die Zeit war für uns kreativ, ereignisreich und weitesgehend spannend. Es war eine verdammt gute Zeit, die uns niemand mehr klaut. Und das Wichtigste: Egal, wo wir waren ... es gibt überall Menschen, mit denen was geht, die noch nicht aufgegeben haben, die nicht abgegessen sind. Das wollen wir euch sagen und das werden wir weiterhin unterstützen.

Es ist immer Zeit, sich zu bewegen!

Revolte Springen!