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aktualisiert am 10.05.2013
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Selbstdarstellung von 2002

Wir sind ein Projekt von Leuten, die Theater und Musik machen, bzw. eben beides miteinander verbinden. Unsere Motivation ist der Spaß an der Sache und die Einschätzung, daß eine Kultur, wie wir sie machen, ein ideales Mittel ist, um auch politischen Anliegen eine Form und einen Ausdruck zu verleihen.
Wir verbinden mit REVOLTE SPRINGEN keinerlei kommerzielles Interesse, will heißen: die Brötchen verdient sich jede/r von uns auf eine andere Art und Weise. Wir sind bundesweit organisiert mit einem Schwerpunkt von Leuten in Berlin. Derzeit sind wir etwa 15 Revoltierende.
Unser politisches "zu Hause" ist grob gesagt die außerparlamentarische Linke irgendwo zwischen Menschenrechten und Chaotengeschichten, zwischen Antimilitarismus und Antifa, zwischen Sekt und Selters. Kulturell liegen die Wurzeln bei vielen in der politischen Straßenmusik mit Ausflügen zum Punk oder zum Trash - Theater.
Wir sind ein bunter Haufen von Individuen mit extrem verschiedenen Lebensläufen. Dieser Haufen ist völlig heterogen. Wir versuchen nicht zu vereinheitlichen, sondern Erfahrungen, Wissen und Gefühle kollektiv auszudrücken. Unsere Stärke ist die Verschiedenheit. Die Verschiedenheit ist unsere Homogenität.
Unser erstes Zusammentreffen fand im Februar 2001 statt. Dort entwickelten wir ein Programm, was sich hauptsächlich aus gesungenen Songs in verschiedenen Besetzungen speiste, als auch aus kleinen gesprochenen "Kabaretteinlagen". Mit diesem Programm sind wir im Spätsommer 2001 durch linke Zentren getingelt, hatten relativ viel Publikum und Zuspruch. Am Ende der Tour blieb einiges an Geld übrig, die wir für Göteborg - Prozesse und für indymedia spendeten. Im Jahr 2002 gab es schon zwei einwöchige Arbeitstreffen und eine 2wöchige Straßenmusiktour in kleiner Besetzung durch österreich.
Seit dem letzten Treffen sind wir intensiv dabei, ein Musical auf die Beine zu stellen. Die Story ist weitesgehend fertig mittlerweile, erste Szenen improvisiert und erste Songs auch schon auf dem Papier. Der Titel steht auch schon fest: FREIHEIT SATT! Im April 2003 ist eine Tour geplant, intensive Probephasen stehen uns jetzt bevor.
Inhaltlich geht es um zugespitzte Zustände in einer Stadt im Jahre 2222. Die bestehende Ordnung ist hart, brutal und oft einfach nur von Willkür geprägt. Die totale überwachung hat trotzdem ihre Sicherheitslücken. In diesen Lücken pulsiert Leben. Es gibt extreme Hierarchien und die latente Gefahr der Abschiebung und zwar für jeden und jede. Ob Abschiebung Tod oder "nur" neue Gefahren oder Armut bedeutet, bleibt offen. Abschottung, Krieg, Zivilisation. Das Leben funktioniert technisch gesehen nur über eine Karte. Jede/r hat so eine Karte oder sollte sie haben. Sie ist Schlüssel, Zahlungsmittel, Identitätsnachweis, Telefonkarte und Informationszugangsmöglichkeit in einem. Ohne Karte geht fast nichts, mit eingeschränkter Karte nur wenig. Die Menschen innerhalb dieses Systems treffen täglich Entscheidungen. Diese Entscheidungen sind Dreh- und Angelpunkt der Story.

REVOLTE SPRINGEN im Nov.2002